1. Könige 19, 1-12 Burnout, Rückzug und Neuanfang

(Der Bibeltext wird nahezu Vers für Vers zwischendurch gelesen.)

1 Ahab berichtete Isebel alles, was Elija getan
und dass er alle Propheten Baals umgebracht hatte.

Wir befinden uns in Israel im 9. Jahrhundert vor Christi Geburt. König Ahab von Israel war im Vergleich zu seiner Frau eher weich, zögerlich. Isebel war entscheidungsstark, hoch emotional und sie konnte glühen vor Wut. Ahab erzählt seiner Frau, wie der Wettkampf ausgegangen ist.

Elia, der Prophet, war nach längerer Zeit im Ausland zurückgekehrt. Er hatte den König wegen seiner Verehrung des Gottes Baal angegriffen und eine lange Dürre angekündigt. Elia war bei einer Witwe in Sarepta untergekommen. Zwei Jahre hat es nicht geregnet. Jetzt war er wieder da und hat den König und die Priester des Baal herausgefordert. Alle Baalspriester aus dem ganzen Land sollte der König herrufen. Dann würde man sehen, wer der lebendige Gott ist. (Zur Vorgeschichte siehe 1. Könige 17 und 18)

450 Priester waren gekommen. Oben auf dem Berg Kamel sollte der Vergleich stattfinden. Zwei Stiere wurden gebracht und zerteilt, zwei Altäre aufgerichtet, trockenes Holz aufgeschichtet. Keines Menschen Hand sollte das Holz entzünden, sondern der Gott, der es entzündet, er sollte sich als der wahre Gott zeigen. Die Baalspriester fingen an  und  versagten kläglich. Sie tanzten um den Altar, ritzten sich die Haut, dass es blutete, schrien zu ihrem Gott. Alles blieb still. Nichts geschah.

Dann war Elia dran. Er gräbt einen Graben um seinen Altar. Zwölf Steine legt er drum herum als Zeichen für die zwölf Stämme Israels. Zwölf Eimer Wasser lässt über das  Fleisch und das Holz  gießen, sodass der Graben um den Altar noch voll Wasser läuft. Dann spricht er ein kurzes Gebet, knapp und klar, ohne großen Tanz. Seinen Gott muss man nicht umgarnen und weich kriegen. Sogleich kommt ein Feuer vom Himmel und zündet das Holz an.

„Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott!“ skandiert das Volk. Und Elia nutzt ihre Begeisterung und lässt alle 450 Baalspriester töten. Ein schreckliches Blutbad! Dass Gott ihn dazu beauftragt hätte, finden wir nicht in unserem biblischen Bericht. Elia aber ist noch nicht zufrieden. Er will es besser machen, gründlicher als alle vor ihm. Er will allen Götzendienst endgültig ausrotten. Mit Gewalt. Ohne Kompromisse.

Zu König Ahab sagte Elia, er könne jetzt nach Hause gehen, essen und trinken, abwarten, Tee trinken. Jetzt würde es sehr bald wieder regnen. Ich kann mir die Reaktion von Isebel gut vorstellen, als Ahab ihr das erzählte. „Bist du von allen guten Geistern verlassen? Das hast du zugelassen? Du hast nichts unternommen?“ Vielleicht hat Ahab ja auch den Gott Israels wieder erkannt! Vielleicht gehörte er mit zu denen, deren Glaube wieder neu geboren werden wollte. Aber seine Frau vertreibt ihm solche frommen Flusen im Kopf.

2 Da schickte Isebel einen Boten zu Elija und ließ ihm sagen: »Die Götter sollen mich strafen, wenn ich dich morgen um diese Zeit nicht ebenso umbringen werde, wie du meine Propheten umgebracht hast!«

3 Da packte Elija die Angst und er floh, um sein Leben zu retten. In Beerscheba an der Südgrenze von Juda ließ er seinen Diener zurück 4 und wanderte allein weiter, einen Tag lang nach Süden in die Steppe hinein. Dann setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte den Tod herbei. »Herr, ich kann nicht mehr«, sagte er. »Lass mich sterben! Ich bin nicht besser als meine Vorfahren.«

Das zweite Mal schon flieht Elia vor Isebel. Beim ersten Mal hatte Gott ihn dazu aufgefordert. Jetzt geht er aus eigenen Stücken. Er kann nicht mehr. Er will nicht mehr. Er hat alles gegeben und wieder war es umsonst. Gerade einen großen Sieg gefeiert;  ein Wort von Isebel stürzt ihn in die Depression. Nach dem Hocherlebnis kommt das Tal. Gerade noch die religiöse Goldmedaille in der Hand, jetzt das große Elend.

Elia stürzt ab. Isebel macht ihn klein. Kein Gebet mehr an dieser Stelle von Elia. Keine Stille. Er sucht keinen Trost bei Gott, dass der ihn wieder aufrichtet. Elia will nur noch weg. Er will ganz alleine sein. Er braucht niemanden mehr um sich. Keinen, der für ihn ist, der ihm noch dient oder hilft. Auch seinen Diener lässt er zurück. Elia zieht sich von allen Menschen zurück.

Ich habe einmal eine Frau kennengelernt, die ihre Wohnung viele Wochen nicht verlassen hat. Total im Keller. Sie wollte keinen Menschen mehr sehen. Sie wollte sich niemandem anvertrauen. Sie hat nicht geglaubt, dass irgendein Kontakt ihr gut tun könnte. Auch Elia lehnt jede Hilfe ab. Er will keinen Trost, keinen Menschen. Die können auch nicht helfen. Er zieht sich ganz zurück. Sein Licht ist ausgebrannt. Er ist ausgebrannt.

Ein Ginsterstrauch bietet ihm etwas Schatten. Elia könnte lernen von diesem Strauch. Manchmal kann sogar ein Blick in die Natur helfen. Der Ginsterstrauch ist ein wahrer Überlebenskünstlicher in der Wüste. Er kommt lange ohne Regen aus. Er hat tiefe Wurzeln,  Zweige, die das Wasser lange in sich halten. Elia wird kaum einen Blick für diesen Strauch gehabt haben.

Auch bei Gott schöpft er keine Hoffnung mehr. Elia wünscht sich nur noch den Tod: »Herr, ich kann nicht mehr«,  sagt er. »Lass mich sterben! Ich bin nicht besser als meine Vorfahren!“ Kein Stolz mehr in ihm. Kein hohes Bild mehr von sich selbst. Er würde alles besser machen, das hat er immer von sich gedacht. Er sei treu. Er sei klug. Er sei gründlich. Wie schnell hat er sich über andere erhoben.  Das wurde ihm ja auch leicht gemacht! Viele haben ihn verehrt, bewundert. Elia, das ist ein Guter, ein Starker. Obadja, ein anderer Prophet, er war vor Elia auf die Knie gefallen,  als Elia zurückgekommen war und sie sich begegneten (1 Könige 18,7).

Hochmut kommt vor dem Fall. Das muss ja nicht immer so sein. Bei Elia war es so. Eine sehr schmerzliche Selbsterkenntnis. Ich glaube, dass es nicht wenige sind, die das erleben müssen. Das tut weh. Da fällt man. Innerlich. Und vielleicht muss man es nach Außen eingestehen: „Ich koche auch nur mit Wasser. Ich habe mich überhoben. Ich bin auch nicht besser. Ich bin am Ende.“ Und ich glaube, dass so eine schmerzliche Selbsterkenntnis in aller Regel heilsam ist.  Menschen werden geerdet. Sie werden barmherzig mit sich selbst und mit anderen.

5 Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein.

Das war kein schöner Schlaf. Totale Erschöpfung. Er konnte gar nicht anders. Nur noch liegen. Am liebsten nie mehr aufstehen. Nur noch schlafen. Mir ging es nach der zweiten Impfung so mit Moderna. Menschen geht es so, die eine Depression haben, die ausgebrannt sind, die Migräne haben, am liebsten nur noch liegen, Licht aus, Fenster zu, schlafen, lasst mich alle zufrieden.

Aber ein Engel kam, weckte ihn und sagte: »Steh auf und iss!« 6 Als Elija sich umschaute, entdeckte er hinter seinem Kopf ein frisches Fladenbrot und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder schlafen.

Wasser und Brot, das sind die Grundnahrungsmittel. Wasser und Brot steht für das Allerwenigste, was man zum Überlegen braucht: Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf, oder eben einen Ginsterstrauch. Man kann eine Zeit lang überleben bei Wasser und Brot, aber Freude macht das Leben dann nicht mehr. Der Körper erhält seine Funktionen aufrecht,  aber es gibt nichts mehr zu schmecken, nichts, was gesund macht, worauf man sich freuen kann. Auf Dauer wird man krank.

Aber es gibt Zeiten, in denen es gut ist, sich einmal auf das Nötigste zu beschränken. Alles weglassen. Einfach mal die Sinne schärfen nur für sich selbst. Abstand nehmen von dem, was das Leben sonst so unruhig macht. Elia greift zu. Er isst und trinkt. Im Liegen. Vielleicht ist es genau das, was er jetzt braucht. Wasser und Brot. Nur das Allernotwendigste. Nicht verhungern, aber ansonsten alles herunterfahren. Wer noch isst, hat den letzten Funken Hoffnung für sein Leben noch nicht verloren. „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde“, heißt es in Psalm 23.  Elia isst. Das ist nicht viel. Aber ein Anfang.  Dann schläft er wieder.

7 Aber der Engel des Herrn weckte ihn noch einmal, berührte ihn und sagte: »Steh auf und iss! Du hast einen weiten Weg vor dir!«

Das dauert scheinbar. So ein Burnout, eine Depression, diese totale Mutlosigkeit und  Schwermut vergeht nicht an einem Tag. Wenn Gott einem Menschen sagt „Steh auf, stärke dich und mach dich auf den Weg!“, dann hat Gott noch etwas vor mit diesem Menschen. Dann gibt es noch Hoffnung. „Steh auf. Bleib nicht länger liegen. Nimm zu dir, was dein Körper braucht.  Und brich auf: Du hast noch einen lange Weg vor dir.“

Spontanheilungen wären uns lieber. Auch oder gerade im seelischen Bereich. Wenn jemand eine Sucht aufgebaut hat oder immer nur zornig und bitter ist, wie herrlich wäre es für sie oder ihn, wenn sie oder er von einem auf den anderen Moment geheilt wäre. Wie viele Menschen  scheuen  diesen Weg. Sie bleiben in ihrer Sucht, in ihrer Not, ihrer verborgenen Verzweiflung. Sie verstecken sich lieber. Sie wollen keinen Weg. Keine Therapie. Sie bleiben lieber liegen.

8 Elija stand auf, aß und trank und machte sich auf den Weg. Er war so gestärkt, dass er vierzig Tage und Nächte ununterbrochen wanderte, bis er zum Berg Gottes kam, dem Horeb.

Der Engel dachte nicht an eine Therapie für Elia. Nicht an das, was wir heute unter Therapie verstehen. Aber dennoch einen Weg, den er gehen musste. 40 Tage lang. Das sind sechs Wochen. Bis heute noch  ein gutes Maß,  wenn jemand sein Leben wieder neu auf die Reihe bringen muss, wenn die Seele krank ist.

Nördlich von Hannover ist ein Retraite-Haus für kirchliche Mitarbeiter*innen. Sechs Wochen dauern diese Retraite-Zeiten, in denen Menschen geholfen werden soll, wieder Kraft zu bekommen, wieder zu sich selbst und zu Gott zu finden. Ich weiß zufällig um zwei Personen, die im nächsten Jahr eine Kur antreten werden. Eine Reha-Maßnahme Retraite. Eine -Maßnahme. Jede Kur, jede Therapie, jede Auszeit könnten wir verstehen wie den Weg des Elia.

40 Tage auf dem Weg zum Berg Horeb. 40 Tage auf dem Weg zum Gottesberg. Ihn neu finden. Sich selber in ihm neu finden. 40 Tage war Mose auf dem Berg Horeb, als er die 10 Gebote von Gott empfangen hat. 40 Tage war Jesus in der Wüste, bevor er seinen Dienst angetreten hat. 40 Tage war Elia unterwegs in der Wüste. Er brauchte diese Wüstenzeit.

9 Dort ging er in die Höhle hinein und wollte sich darin schlafen legen. Da hörte er plötzlich die Stimme des Herrn: »Elija, was willst du hier?«

Die Höhle ist ein Ort, an dem man sicher ist. Da brausen keine Winde. Da hört man nichts. Da stört einen nichts. Da ist man sicher   und  bei sich selbst   und man kann Gottes Stimme hören. Wohl dem, der so eine Höhle hat! Bei mir ist es der Küchentisch am Morgen. Hast du auch so eine Höhle, wo du nur für dich bist und wo due Gottes Stimme hörst? „Elja, was machst du hier?“ fragt Gott den Propheten. Gott weiß es ja, aber Elia soll es erzählen dürfen. Das tut so gut, wenn man erzählen darf, wenn jemand zuhört, wenn man offen reden darf, sich auch mal verrennen dabei  oder  selber leidtun.

10 Elija antwortete: »Herr, ich habe mich leidenschaftlich für dich, den Gott Israels und der ganzen Welt, eingesetzt; denn die Leute von Israel haben den Bund gebrochen, den du mit ihnen geschlossen hast; sie haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten umgebracht. Ich allein bin übrig geblieben und nun wollen sie auch mich noch töten.«

Da liegt der ganze Schmerz des Propheten: Das Volk hat sich von Gott entfernt. Darunter leidet er. Er wollte die Menschen zu Gott zurückholen. Dafür hat er gekämpft. Nicht nebenher, sondern leidenschaftlich. Sie haben nicht auf deine Propheten gehört. Sie haben etliche getötet. Sie haben deine Altäre, deine „Kirchen“, zerstört. Das konnte ich nicht mit ansehen.

„Ich habe zuerst nach deinem Reich getrachtet. Ich habe mir um mich keine Sorgen gemacht. Ich wollte, dass dein Reich kommt, dass dein Wille geschieht, das war mein Leben. Und jetzt wollen sie mir auch ans Leben. Ich bin ganz alleine übrig geblieben. Keiner ist mehr da. Niemand auf meiner Seite….“

Endlich ist es mal raus. Alles ausgesprochen. Herausgeklagt. Elia überzieht dabei. Er allein ist der Gute, das Volk ist abgefallen. Er fühlt sich ganz alleine. Niemand ist mit ihm in seinen Anliegen verbunden. Das beklagt er auch. Aber das stimmt nicht. Obadja, wie Elia ein Prophet Gottes, Obadja hat 100 weitere Propheten vor Isebel versteckt. Er versorgt sie heimlich. Elia fühlt sich alleine, aber er hat sich selbst zurückgezogen. Er hat keine Gemeinschaft gesucht. Er hat sich um andere Kontakte gekümmert.

„Niemand ruft mich an. Keiner besucht mich.“ Aber wer das sagt, die oder der ruft auch niemanden an und hat noch nie jemanden besucht oder jemanden eingeladen. „Ich bin ganz allein, aber tu auch nichts dafür, dass es anders ist.“ – „Mich hat nie jemand gefragt, ob ich bei euch Mitglied werden möchte!“ Die wollen nicht, dass ich ganz zu ihnen gehöre. – „Mich hat nie jemand gefragt, ob ich auch in einen Hauskreis gehen möchte!“ Die wollen mich ja gar nicht. – „Niemand holt mich zum Seniorenkreis ab. Ich bin ganz allein.“ Habt ihr solche Sätze auch schon gehört? Menschen, die sich zurückziehen, sich nicht um sich selber kümmern, und dann jammern, dass sie alleine sind.

Elia ist ein Einzelkämpfer, dem jetzt die Gemeinschaft fehlt. „Ja, ja,  da gibt es noch diese 100 anderen Propheten, aber die haben mich ja nie eingeladen. Die sind mir nicht nachgegangen, die haben sich nicht um mich gekümmert, wollen mich doch gar nicht.“ „Komm aus deiner Höhle!“, möchte man da sagen.

11 Der Herr sagte: »Komm aus der Höhle und tritt auf den Berg vor mich hin! Ich werde an dir vorübergehen!« Da kam ein Sturm, der an der Bergwand rüttelte, dass die Felsbrocken flogen. Aber der Herr war nicht im Sturm. Als der Sturm vorüber war, kam ein starkes Erdbeben. Aber der Herr war nicht im Erdbeben. 12 Als das Beben vorüber war, kam ein loderndes Feuer. Aber der Herr war nicht im Feuer. Als das Feuer vorüber war, kam ein ganz leiser Hauch.

Irgendwie habe ich das Gefühl, das ist der Höhepunkt. Eine ganz wichtige Stelle. Der lebendige Gott begegnet dem feurigen aber ausgebrannten Elia. Elia hätte eher an einen großen Sturm gedacht, wenn er sich das Handeln und Reden Gottes vorgestellt hätte. Gottes Wort muss wie ein Orkan sein, der alles vernichtet, was ihm im Weg steht. Gott vertreibt alle Wolken an unseren Himmeln. Da wird alles hell. Da bleibt nichts mehr dunkel. Gott ist laut.  Gott ist groß. Wie ein Feuer. So hat sich Elia vorgestellt. So hat er sich gewünscht.

Gott geht an Elia vorbei. Aber er ist nicht in dem Sturm, er ist nicht in dem Erdbeben, er ist nicht in dem Feuer.  Er ist im leisen Hauch. Wie ein Atem zieht er vorbei. Eine leichte Brise. Man muss still halten und stille sein, um ihn zu hören.

Wenn ich Elia wäre, ich würde da immer noch stehen. In der Stille. Einfach nur das leise Reden Gottes hören. Aber Elia soll nicht stehen blieben. Die Kur ist zu Ende. Elia hat viel gelernt über sich selbst und von Gott. Aber jetzt soll er wieder beauftragt werden. Gott schickt ihn nach Israel zurück und nach Syrien, ins Nachbarland. In beiden Ländern soll er neue Könige einsetzten und einsegnen. Und er soll einen  Nachfolger für sich selbst einsetzen und segnen. Elisa soll es sein, sagt Gott. Vom Acker weg wird Elia ihn berufen und zu seinem Jünger machen. Elia soll für seine Nachfolge sorgen. Ihn schulen, ausrüsten, lehren, an seinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Elia ist alt geworden, aber er soll in die Jugend investieren! Es soll gut weitergehen, nach ihm! Dafür soll er seine verbleibende Kraft nutzen. In die Zukunft investieren. Das Reich Gottes liegt nicht an ihm. Elia soll ganz besonders in einen Menschen investieren.

Schlussfolie mit Mann in Wüste wird eingeblendet.

Elia ist einer, der sich für Gott aufopfert. Er fragt nach nichts in seinem Leben. Er gibt alles. Er ist dabei nicht fehlerfrei. Ein Heißsporn, ein mutiger lauter Zeuge für den einen Gott. Aber braucht auch seinen Rückzug. Er kann ganz klein in sich selber sein. Am Ende brennt er aus. Alle Kraft, alle Hoffnung ist aufgebraucht. Er will auch nicht mehr. Er versteht Gott und sich selbst und diese Welt nicht mehr. Schluss jetzt. Lass mich sterben. Lass es endlich vorbei sein.

Gott lässt ihm die Ruhe und die Auszeit, die er braucht. Gott  begegnet ihm ganz neu,  zeigt sich ihm ganz neu. Und er gibt ihm einen Auftrag, der in die Zukunft weist. Wir sind nicht Elia, aber wir können etwas über Gott erfahren. Er ist ein Vater der Waisen, ein Beistand für Witwen, ein Tröster für Verzweifelte, ein Diener für seine Diener*innen. Jesus ist sein Sohn. Jesus ist wie er. Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ (Matth 11,28)

Amen

 

Es folgt ein Angebot, nach dem Gottesdienst für sich beten oder sich segnen zu lassen.

 

Mit Gewinn gelesen habe ich u.a. die Predigten zu 1. Könige 19 von
Christiane Borchers in Groß Midlum (ohne Datum) www.predigtpreis.de,
sowie von Bischofsvertreter Gothart in Schleswig vom 23.3.2014 www.notdkirche.de

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